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Hohenlohe-Gymnasium Öhringen
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Die Flurputzete geht weiter

Beteiligung der 5d an der Öhringer Flurputzete

Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück, der vergangene Mittwoch, der 11. April 2018, war ein herrlicher Frühlingstag! Die Schülerinnen und Schüler der 5d hatten an diesem Morgen statt ihrer Schulmaterialien bloß einen Rucksack mit Vesper und Gartenhandschuhe dabei. Neben Realschule, Weygangschule, Schillerschule, Hungerfeldschule sowie den Grundschulen in den Teilorten Cappel, Verrenberg und Michelbach beteiligten sich nämlich auch zwei fünfte Klassen des HGÖ an der Öhringer Flurputzete. Die 5d wurde von ihrem Sportlehrer Herr Zeeh und ihrer Deutschlehrerin Frau Lauser begleitet.

Ausgestattet mit Greifzangen und Warnwesten, die unsere Hausmeister bereitgelegt hatten, marschierten wir in unser von der Stadt zugewiesenes Einsatzgebiet. Die 5d war für die Flur hinter der Autobahn eingeteilt, so dass manche weniger bewegungsfreudige Schüler im letzten Drittel des Hinwegs ein wenig die Lust verloren und lieber ein Stück mit der Stadtbahn gefahren wären; zumal ihnen die Nutzung ihrer Handys (obwohl außerhalb des Schulgeländes) untersagt worden war: Sie sollten an diesem Vormittag die Natur erleben.

Als wir „unsere“ Flur erreicht hatten, waren dann aber alle wieder mit Begeisterung dabei. Herr Zeeh gab noch letzte Anweisungen und suchte sich immer wieder ausdauerstarke kleinere Schülergruppen zusammen, die mit ihm die „Querwege“ säuberten, um dann wieder zur Großgruppe dazuzustoßen, die mit Frau Lauser den „Hauptweg“ etwas gemütlicher von Müll säuberte.

Die Schüler haben sehr engagiert und eifrig die Öhringer Flur geputzt; wären sie von ihren Lehrern nicht davon abgehalten worden, hätten sie am liebsten noch Plastikfetzen, die der Wind auf die Felder (möglicherweise war hier schon ausgesät worden) geweht hatte, eingesammelt. Sie entdeckten ganz unterschiedlichen Müll, was wirklich spannend war: Plastikschmuck, eine Art Karaffe, einen alten Hocker, den Rest einer Tapetenrolle mit aufgemalten Fliesen, einen kaputten Plastikstuhl und natürlich alle Arten von Verpackungsmüll. So ergaben sich zwangsläufig Gespräche darüber, wer welchen Müll außerhalb dieses Einsatzes schonmal in der Natur entdeckt hatte, wie schlimm es für Tiere und Menschen sei, dass in unseren Meeren so viel Plastik schwimme, aus welchen Gründen Mitbürger nicht nur achtlos, sondern teilweise ganz gezielt Müll in der Natur entsorgen. Und quasi im Vorgriff auf die vor den Sommerferien anstehenden Projekttage unter dem Motto „Nachhaltigkeit“ am HGÖ, fand Lea den alten Hocker so schön, dass sie sich entschloss ihn mit nach Hause zu nehmen, um ihn dort wieder einsatzbereit zu machen.

Ganz unabhängig von dem weniger schönen Müll hatte die 5d auch einfach Freude in der frühlingshaften Natur, interessierte sich für Schnecken und deren tolle Schneckenhäuser.

Schön war auch, dass die 11-Jährigen erfahren durften, wie sehr unser Einsatz von Öhringer Bürgern gewertschätzt wurde: Silas und Laurenz entdeckten am Feldrand ein verrostetes Eisengestell, das ursprünglich wohl einmal mit Holzplatten ausgestattet gewesen und als Kindersitzmöbel genutzt worden war. Wir waren uns nicht sicher, ob der Bauer vielleicht eine anderweitige Verwendung dafür gefunden hatte und fragten nach. Er winkte ab und gab uns zu verstehen, dass er froh sei, dass dieser Schrott endlich von seinem Feldrand entfernt werde. Und eine besondere Überraschung war, dass kurz vor unserer Sammelstelle im Industriegebiet zwei Mitarbeiter einer anliegenden Gerüstfirma auftauchten, die uns erklärten, sie hätten unser Tun beobachtet und seien davon so begeistert, dass sie uns gerne Gummibärchen, Kulis und Blöcke schenken wollten. Ein klein wenig mutete das fast schon wie Kindergeburtstag an...

So war die Beteiligung an der Flurputzete eine rundum gelungene Sache: Die Auseinandersetzung mit Natur und Umweltschutz sowie die sportliche Anstrengung (die Säcke waren nämlich ganz schön schwer!) hatten durchaus Lerneffekt und waren quasi Unterricht außerhalb des Klassenzimmers.

Und lecker war natürlich auch das Eis, dass die Schüler am Ende des Vormittags bekamen. Die Schulleitung des HGÖ hatte den Begleitlehrern einen Geldbetrag pro Schüler mitgegeben, der dies ermöglichte.

Das hatte es so in den vergangenen Jahren auch nie gegeben!

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P. Lauser für die 5d und deren Begleitlehrer, April 2018

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