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Hohenlohe-Gymnasium Öhringen
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Abitur startet mit Deutsch

von Yvonne Tscherwitschke

Eigentlich hätten Realschüler und Gymnasiasten am heutigen Mittwoch gemeinsam mit Deutsch ihre Prüfungen beginnen sollen. Doch nach der Panne in Bad Urach gingen die Abiturienten heute alleine an den Start.

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Foto: Yvonne Tscherwitschke

Bis 13.30 Uhr haben sie Zeit, Literatur zu vergleichen oder Essays zu schreiben, Gedichte zu vergleichen oder eine Erörterung zu verfassen. Am Hohenlohe-Gymnasium Öhringen begann für 93 Schüler pünktlich um acht Uhr die Prüfung. Pflichtlektüre in Deutsch waren heuer die Werke "Dantons Tod" von Georg Büchner, "Homo faber" von Max Frisch und "Agnes" von Peter Stamm.

 

So mancher hatte eine schlaflose Nacht

 

Kurz vor halb acht. Der Schulhof am Hohenlohe-Gymnasium Öhringen ist zu dieser Zeit normalerweise noch ziemlich leer. Heute nicht. In Gruppen stehen die Schüler beisammen, berichten von der vergangenen, etwas schlaflosen Nacht. Es ist der Morgen vom Deutsch-Abi. Und alle sind ein bisschen nervös.

„Entweder es wird Kafka oder es wird gut“, ist Niels Simmet relativ entspannt. Er will die Kurzgeschichte, auf keinen Fall das Literaturthema. Er hat sich einen Tag auf das Deutsch-Abi vorbereitet. „Das ist mehr als ich die letzten zehn Jahre für Deutsch getan habe.“

Ameli Wecker und Lea Hahn sind auch nicht scharf auf Agnes, Homo Faber und Dantons Tod. Sie wollen die Gedichte. „Da kommt meist etwas aus dem Expressionismus oder der Romantik dran“, sagt Lea Hahn. „Das war letztes Mal gut.“ Ameli Wecker ergänzt: „Außerdem geht es immer um Liebe, Gott, Tod oder Zerstörung.“ Giusi Salomone hätte auch gern ein Gedicht, mit dem sich etwas anfangen lässt: „Am liebsten aus der Sturm- und Drang-Zeit“, sagt die Abiturientin, die wie viele Mitschüler auch nicht so gut geschlafen hat in der Nacht vor der ersten Prüfung. „Hoffentlich ist bald Mathe, dann ist endlich Schluss“, sagt sie, ehe sie in die große Aula geht.

 

Süßigkeiten und Studentenfutter

 

Alphabetisch sortiert, suchen sich die 93 Schüler ihren Platz, breiten belegte Brötchen, Süßigkeiten, Getränke und vor allem Stifte aus. Gesunde Dinge wie Studentenfutter und Obst auf dem einen Pult, Süßigkeiten auf dem anderen. Schulleiter Frank Schumacher gibt die letzten Erklärungen ab, erinnert die Schüler daran, Rucksäcke und vor allem Handys vor dem Raum zu deponieren. Eine Erinnerung, die gut und notwendig ist, denn tatsächlich trägt ein halbes Dutzend Schüler noch verschiedene Dinge vor die Türe. Sicher ist sicher. Und dann wird es tatsächlich ernst: Die Aufgaben werden verteilt. Und es wird ganz still im Raum.

Ob Kafka dabei ist? Frank Schumacher verrät es noch nicht. Auch für ihn ist der Mittwoch, der 18. April, ein besonderer Tag: Sein erstes Abitur als Schulleiter am HGÖ. Und auch wenn er als stellvertretender Schulleiter in Neuenstadt schon am Abitur beteiligt war, ist er froh, dass alles glatt läuft: „Keine Mail heute früh, keine Änderung, nichts. Das ist sehr entspannt“, freut er sich, dass die Gymnasien in diesem Jahr vor Überraschungen verschont geblieben sind.

Für viele Abiturienten geht es am Freitag mit der Englisch-Prüfung weiter.

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